Redingote du Matin
Der Tag einer Dame mag vielleicht mit einem morgendlichen Spaziergang durch Arkaden oder durch das Treiben auf den belebten Straßen begonnen haben, wie hier von Michel Garnier (1753-1819) in Öl gebannt - das Bild einer eleganten Pariserin im Palais Royal diente als Vorlage für die Redingote du Matin. Garniers Kunst zeichnete sich insbesondere durch Hingabe an die detailgetreue Wiedergabe der verspielten und romantischen Mode aus, wie sie Ende der 1780er en vogue war.
Elegante au Palais Royal von Michel Garnier
Darüber hinaus vermittelt es einen sehr lebendigen Eindruck einer schlichten Alltagsszene im Paris des Spätrokoko:
tatsächlich wurden in den Jahren 1781–1784 rund um den Palastgarten ca. 60 Häuser mit Arkadengängen gebaut, die Wohnungen, Läden, Gastronomiebetriebe und Vergnügungseinrichtungen beherbergten.
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Garnier hat auf diesem Bild eine modische Stilrichtung eingefangen, in der an leichten, spielerischen Dekorationen nicht gespart wird, und deren Trägerin man durchaus eine gewisse Sammelleidenschaft attestieren könnte. Selbiges gilt auch für die künftige Trägerin unserer Reproduktion, die eine große Kollektion an Bändern, Spitzen, Borten, Schals und Tüchern besitzt, mit denen sich das Garniersche, überreich ausstaffierte Erscheinungsbild aufs Originalgetreueste rekonstruieren lässt.
Für das Kleid, das hier eher Grundlage für die Staffage ist, haben wir uns für eine Umsetzung in gletscher-, eisvogel- und jadegrün entschieden. Der Rock ist aus hochwertigem Seidentaft, die Redingote aus feinstem Faille der Firma Tassinari & Chatel. Da man die Front der Pariserin auf dem Gemälde nicht erkennt, war hier ein begrenzter Interpretationsspielraum gegeben, für dessen Realisation wir auf eine Darstellung von Madame Augustine Suzanne Roslin zurückgegriffen haben, Tochter des Malers und Urhebers des Bildes Alexander Roslin.
zu diesem Ensemble angefertigter Hut - siehe genaue Beschreibung






