Robe á lŽAnglaise
Original Kleid aus dem 18.Jahrhundert
War das Wetter gewogen und die Gesellschaft dem Müßiggang verfallen, traf man sich in Parks oder promenierte durch Gärten, wozu eine leichte, geschmackvolle Nachmittagsgarderobe angemessen war. Klassisch zeigte sich hier die Kleidform der sogenannten "Robe á l'anglaise".
Als Vorlage wünschte sich die Kundin eine Robe, die in der Literatur häufig vertreten ist und insbesondere durch seine Zugehörigkeit zur Kollektion des Landesmuseums in Ludwigsburg hohen Bekanntheitsgrad genießt. Es handelt sich um eine Robe á l'anglaise aus den 1780ern, die das Landesmuseum 1973 in London kaufte. Der Entwurf des Designs wird Jean Francois Bony ( 1760 - 1808 ) zugeschrieben, der für Seidenmanufakturen und Stickereiateliers in Lyon tätig war.
Um eine solide Basis für den üppigen, für diese Form so charakteristischen Faltenwurf zu bilden, bedurfte es nicht nur einer festen Seide als Oberstoff (hier in goldgrün), sondern vor allem einer zweiten Lage aus starkem Futterstoff, für den wir glattkalandertes Reinleinen im gleichen Grünton verwendeten.
Ebenso musste das an der Front geschnürte Oberteil formgebend versteift werden. Die Ärmel ziert antike Spitze.
Ein ausnehmend raffiniertes Detail ist die zarte Stickerei aus stilisierten Blüten und zierlichen Schmetterlingen, die über den gesamten Rock zu fliegen scheinen. Ebenfalls im Detail zu sehen: die authentische Schnürtechnik.
zu diesem Ensemble angefertigter Hut - siehe Beschreibung
Zu einer Robe á l'anglaise wird stilecht ein unbescheiden großer Hut getragen. Darüber hinaus wurden designgleiche Strümpfe angefertigt, sowie Seide bestickt mit der Option, mit ihr auch die passenden Schuhezu beziehen.