Kontakt Impressum

Druckbare Version

Robe de Cour 1756

Madame Adelaide


nach dem Vorbild des Potraits von Madame Adélaide de France (Jean-Marc Nattier).



Die große Herausforderung bei dieser Anfertigung war es, eine Robe zu reproduzieren, die am königlichen Hof getragen wurde, und somit prächtig und ausnehmend aufwändig war. Über ein halbes Jahr haben wir an dieser Robe gearbeitet, für die Umsetzung recherchiert und haben dabei große Unterstützung von Frau Rangström aus den Livrustkammaren erhalten.
So ist es uns gelungen, eine Robe du Cour wiederzuerschaffen. Was die Hochwertigkeit der Materialien, die Finesse der Stickereien, die Formvollendung der Silhouette und die Qualität der Verarbeitung angeht, so hätte man sie in dieser Umsetzung gleichermaßen im 18. Jahrhundert tragen können, und so sucht sie heute ihresgleichen.

Ganze Ansicht der Robe, bei der vor allem die wunderschöne Stickerei, die wie ein nächtlicher Himmel wirkt, zu sehen ist.
Das Kleid, das Adélaide auf ihrem Portrait trägt, wurde bis ins Detail rekonstruiert:



Unverzichtbar für eine Hofrobe ist die Cour Schleppe, die oft vorne über den Tabs des Oberteils, hinten jedoch darunter getragen wurde. Sie wurde vorne befestigt
Entweder ließ man sie über den Rock fallen oder man schlug sie direkt nach hinten.

Ein besonderes Detail, das die Robe so wertvoll macht, ist die feine Devon Bobbin Lace aus dem 18. Jahrhundert. Diese Form der Robe du Cour erhält ihren Charakter durch die mit Spitzen eingefassten Ärmel. Aus diesem Grund haben wir bei dieser Robe ausschließlich original Spitze aus dem 18. Jahrhundert verwendet.
Oft fand man gerüschte Schals zu den Hofroben, die man raffiniert betont lose vorne herunterfallen ließ.
Auch den kunstvollen Abschluss des Oberteils haben wir im Detail übernommen. Er ist ein wichtiges Element, da die elegante Linienführung des Oberteils (diese sind bei diesem Kleid sogar mit Silberborten betont!) optisch in ihm münden.



Das Oberteil ist wie ein vollversteiftes Korsett gearbeitet. Diese Form des Korsetts ist außerordentlich aufwändig, war aber bei Hofroben üblich (links: original Oberteil des Brautkleides von Sofia Magdalena)