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Herrenanzug 1720er/ Perkeo


entstanden nach dem Gemälde des Clemens Pankert, genannt Perkeo

Kurfürst Carl Philipp brachte um 1720 Clemens Pankert aus Salurn/Tirol nach Heidelberg.
Er muss ein sehr intelligenter und durchsetzungsfähiger Mensch gewesen sein und absolvierte trotz seiner Behinderung als kleinwüchsiger Mann eine gewaltige Karriere.
Er war ein hochrangiger Mitarbeiter des Kurfürsten Carl Philipp zu Heidelberg anfangs des 18. Jahrhunderts.
Zunächst war er als "Hofzwerg" an den Hof gekommen, als Kuriosität zur Belustigung des Fürsten und des Hofstaates. Sein Künstlername soll sich daraus ableiten, dass er auf die Frage, ob man nicht noch ein Glas Wein heben könnte, auf italienisch antwortete: perché no? (Warum nicht? = Na klar doch!).
Bald jedoch begann sein Aufstieg. Seine Aufgabe später als Hofmeister und Mundschenk war, auf den Inhalt des kurfürstlichen Weinkellers und insbesondere auf den Inhalt des Großen Fasses des Heidelberger Schlosses, achtzugeben; zu seiner Zeit das größte der vier großen Fässer und mit 195.000 Liter Fassungsvermögen bzw. bis zu 230 Tonnen Wein darin das größte Fass der Welt.
Perkeo war für seinen ausgeprägten Weinkonsum bekannt, Wein sei das einzige Getränk gewesen, das er zu sich genommen habe seit Kindesbeinen.
Perkeo wurde in seinem achten Lebensjahrzehnt erstmals krank. Ein Arzt riet ihm dringlich von Weingenuss ab und empfahl, Wasser zu trinken. Trotz großer Skepsis und Furcht nahm Perkeo diesen Rat an... man sagt, er sei am Folgetag verstorben.

Von der Perkeo Gesellschaft in Heidelberg wurden wir beauftragt, diese belegte Garderobe des Perkeo in die Realität um zu setzen. Mit größter Detailtreue wurde seiner Kleidung erstmals wieder Leben eingehaucht.


Da der heutige Träger bei vielen offiziellen Auftritten die Stadt Heidelberg repräsentiert, entschieden wir uns für einen Rock aus reinem Seidensamt. Im Gegensatz zu den sonst angebotenen weicheren Qualitäten ist dieser von einer festen und steifen Beschaffenheit. Er entstammt einer französischen Seidenmanufaktur, die ihn bereits seit drei Jahrhunderten anbietet. Nur in dieser Konsistenz war er auch im 18.Jahrhundert in Gebrauch.


Auf den Seidenamtrock setzten wir in aufwändiger Handarbeit, die größtenteils antiken Silberborten. Die Weste darunter besteht aus rubinrotem Satin. Die versilberten Knöpfe sind das Handwerk eines Nürnberger Zinngießers.Natürlich rundet die Bekleidung antike Spitze aus dem 18.Jahrhundert ab.


Nach dem Vorbild der heute noch erhaltenen Wollumhänge aus Schweden ist dieser rote Prunkmantel mit über 30 handgestickten, roßhaargefüllten Zierknöpfen und umstickten Knopflöchern entstanden.

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Hier zu sehen: die Accessoires wie einleistige Schuhe mit orignal Schuhschnallen aus dem 18.Jahrhundert, die Halsbinde, genannt Stock mit einem antikem Stockbuckle aus dem 18.Jahrhundert, von Hand bestickte Strümpfe und der Hut des Perkeo mit dem treffenden Ausspruch: " Verdorbener Knopfmacher - Clemens von Termini"


Als Abrundung der Hosenbandorden: " HONI SOIT QUI MAL Y PENSE"


Der Rock in der Gesamtansicht:


Einen kleinen Einblick in die öffentliche Präsentation können Sie unter www.perkeo-online.de/index_home.html gewinnen.